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Das Tierschutzgesetz in Deutschland

Über Vorteile und Nachteile...

Verstöße gegen das Tierschutzgesetz können mit einer Freiheitsstrafe mit bis zu drei Jahren geahndet werden - (c) fotolia.com / Crazy Cloud

Auf der Erde herrscht eine atemberaubende Artenvielfalt. Menschen, Tiere und Pflanzen teilen sich einen gemeinsamen Lebensraum. Dennoch glaubt der Mensch oft, den Tieren übergeordnet zu sein und behandelt diese deshalb nicht immer human und artgerecht. Um den Schutz der Tiere und somit auch unseres Planeten zu gewährleisten, besteht in Deutschland das Tierschutzgesetz.

Tiere sind ein Teil unterschiedlicher Ökosysteme. Diese können sehr schnell durch den Menschen gestört werden. Obwohl Haustiere meist behütet und gut versorgt aufwachsen, geht der Tierschutz weit über die Liebe zu Hund und Katze hinaus. Auch freilebenden Tieren muss ein angemessenes und gutes Leben geboten werden. Daher gilt in der Bundesrepublik Deutschland seit dem Jahr 1972 das Tierschutzgesetz. Es regelt verschiedene Bereiche zum Umgang mit Tieren. Dennoch galt der Tierschutz jahrelang als freiwilliges Unterfangen. Erst seit 2002 ist der Tierschutz auch im Grundgesetz verankert. In diesem Jahr wurden dem Artikel 20a drei Wörter hinzugefügt, weshalb die Verhandlungen zum Tierschutz auch als „Drei-Wörter-Lösung“ bekannt sind. Der Artikel 20a zum Schutz und der Verantwortung künftiger Generationen wurde mit den Worten „und die Tiere“ versehen, so dass nun auch diese gesetzlich geschützt werden müssen.

Das Tierschutzgesetz behandelt verschiedene Abschnitte, in denen beispielsweise die Tötung von Tieren, Eingriffe an Tieren sowie Straf- und Bußgeldvorschriften festgehalten sind. Zudem sieht es vor, dass Tiere neben den Grausamkeiten, denen sie ohne nachvollziehbaren Grund ausgesetzt werden, auch nicht zurückgelassen, unter Schmerzen trainiert, auf aggressives Verhalten abgerichtet oder als Preis oder Belohnung ausgelobt werden dürfen. Wer sich nicht an diese Gesetze hält, muss je nach Einzelfall, mit höheren Sanktionen als nur einem Bußgeld rechnen. Wer ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund tötet oder ihm erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt, wird mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe bestraft.

Der Tierschutz hat viele Vorteile. Demnach werden nicht nur die Tiere sondern auch ihre Lebensräume geschützt. Das wiederum trägt zum Naturschutz und somit auch zum Wohl des Menschen bei. Auch die Tierquälerei soll durch den Tierschutz ein Ende haben, da Personen die ihre Tiere falsch halten oder sogar misshandeln mit hohen Strafen rechnen müssen. Im fünften Abschnitt des Tierschutzgesetzes werden die Tierversuche behandelt. Laut Gesetz sind Tierversuche in Deutschland nur noch im Namen der Medizin erlaubt. Kosmetische Tierversuche sind hingegen mittlerweile verboten. Früher durften  Versuche an Tieren auch noch zum Zweck der kosmetischen Entwicklung genutzt werden. Heute dürfen nicht einmal Produkte aus dem Ausland, die durch Tierversuche verifiziert wurden, in EU Ländern verkauft werden.

Jedoch finden sich im Tierschutzgesetz auch einige Nachteile bzw. noch nicht genügend ausgeweitete Gesetze. So ist es wirtschaftlich momentan nicht möglich, den großen Anfragen an Fleisch und tierischen Produkten nachzukommen, ohne dass die Rechte der Tiere missachtet werden. Die heute immer noch gängige Massentierhaltung ist mit den Tierrechten somit nicht vereinbar. Wie schon genannt, sind Tierversuche zur medizinischen Forschung gängige Praxis. Obwohl der Tierschutz eine artgerechte Haltung vorsieht, werden immer noch Elefanten, Löwen und Bären im Zirkus zur Belustigung des Publikums dressiert. Das Tierschutzgesetz besagt, dass keinem Tier ohne vernünftigen Grund Schaden zugefügt werden darf. Doch wer entscheidet darüber, welcher Grund als vernünftig gilt und lässt sich überhaupt in jedem Handeln ein vernünftiger Grund erkennen? In all diesen Fällen muss der Tierschutz weiterhin eingreifen. Doch haben Tiere wirklich Rechte?

Juristisch gesehen gibt es keine Tierrecht, da Tiere nicht als juristische Personen gewertet werden. Zwar können sie auch nicht als Sachen gewertet werden, jedoch kommen ihnen keine, vor Gericht durchsetzbaren, Rechte zu Gute. Tierschützer sehen das natürlich anders. Einige fordern sogar „Menschenrechte für Tiere“ und wollen die vegane Lebensweise in der Gesellschaft vorherrschend machen.


Weitere Informationen zum Tierschutzgesetz finden Sie hier. Zudem bietet das kostenlose Ratgeberportal www.anwalt.org viele weitere Ratgeber, Informationen und eBooks zu aktuellen Brennpunktthemen sowie zu verschiedenen Rechtsgebieten.

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